Die Pandemie der Ungeimpften rollt auf Dresden zu

DISSIDENTEN warnen vor heftiger 4. Corona-Welle und fordern entschlossenes Handeln

Dresden ist für das beginnende Schuljahr schlecht gerüstet. Zu dieser Einschätzung kommt die DISSIDENTEN-Fraktion im Dresdner Stadtrat und mahnt deutlich mehr Schutz für Kinder, Jugendliche und ältere Menschen an. „Wieder ist der Sommer ohne entscheidende Weichenstellungen für Herbst und Winter verstrichen. Die 4. Corona-Welle rollt auf Dresden zu. Die Durchseuchung junger Menschen wird offensichtlich in Kauf genommen. Das ist unverantwortlich,“ kritisiert Johannes Lichdi. Immer noch fehlen mobile Luftfilteranlagen überall dort, wo das Lüften nur unzureichend möglich ist und die Schutzkonzepte sind wenig überzeugend.

In den meisten Bundesländern schnellen die Infektionen nach den Ferien dramatisch nach oben. Die Inzidenz bei jungen Menschen ist in vielen Städten und Kreisen schon heute bei 500 und mehr angekommen. Allein in Nordrhein-Westfalen sind bereits über 30.000 Schülerinnen und Schüler in Quarantäne. „Da kann man nicht die Hände in den Schoß legen und hoffen, dass der Kelch an Dresden vorbeigeht,“ so Lichdi. „Es müssen an allen Schulen mindestens dreimal die Woche so genannte Lolli-PCR-Tests statt der deutlich ungenaueren Schnell-Tests zum Einsatz kommen und alle nichtpharmakologischen Schutzmaßnahmen ausgeschöpft werden. Außerdem bedarf es niederschwelliger dezentraler Impfangebote für alle Schülerinnen und Schüler ab 12 Jahren. Die unverantwortliche Entscheidung des Freistaates, Schüler zum Präsenzunterricht zu verdonnern, muss sofort vom Tisch“.

Pandemietreibend und gefährlich ist nach Ansicht der DISSIDENTEN die in Sachsen und Dresden deutschlandweit schlechteste Impfquote. Unverantwortlich ist nach Ansicht des Sozialpolitikers Michael Schmelich, dass ungeimpfte Lehrkräfte und Erzieher*innen auf ungeimpfte Schülerinnen und Schüler treffen und niemand Informationen über den Impfstatus hat. „Das gleiche Problem haben wir bei Mitarbeiter*innen im Gesundheits- und Pflegeberufen. Bei steigenden Inzidenzen werden so auch wieder die älteren Menschen gefährdet, von denen ein Viertel noch ungeimpft sind. Die Folge werden steigendende Krankenhausbehandlungen und erneut wachsende Sterbezahlen sein“ Die DISSIDENTEN wollen erreichen, dass die Landeshauptstadt ihrer Fürsorgepflicht nachkommt und die pädagogischen und Pflegekräfte um Auskunft über ihren Immunitätsstatus bittet. „Nur so kann die Stadt das Pandemiegeschehen an potenziellen Hot Spots steuern,“ so Schmelich

Johannes Lichdi und Michael Schmelich haben am 23. August umfangreiche Fragen (siehe Anhang) an den Oberbürgermeister gerichtet und werden ihre Forderungen in den beginnenden Ausschusssitzungen mit Nachdruck verfolgen.

Weitere Informationen unter https://lichdi.blog.datenkollektiv.net

Anhang

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