Das Impfchaos beenden – Sterbewelle verhindern

DISSIDENTEN wollen per Eilantrag besonders vulnerable Gruppen schützen

Die DISSIDENTEN-Fraktion hat zur nächsten Stadtratssitzung einen Eilantrag eingebracht, der neben Erweiterungen der sächsischen Coronaschutzverordnung besonders auf den Schutz gefährdeter Bevölkerungsgruppen abzielt.  So soll sichergestellt werden, dass Menschen über 60 Jahre ein vorrangiges Impfangebot auch für die Auffrischungsimpfung erhalten und Beschäftigte in Pflegeberufen geimpft und engmaschig getestet werden. „Das Impfchaos ist hausgemacht,“ so DISSIDENTEN-Stadtrat Michael Schmelich. „Statt die besonders gefährdeten Menschen zu schützen, wird mit der Gießkanne geimpft, aus der es aber nur tröpfelt. Es ist mittlerweile bekannt, dass besonders bei älteren Menschen der Impfschutz nach wenigen Monaten drastisch nachlässt. Deshalb müssen diese und Beschäftigte der Pflegeberufe priorisiert werden, statt sie auf völlig überlastete Hausarztpraxen zu verweisen.“ Aus Sicht von Schmelich ist für diese falsche Weichenstellung das Sozialministerium hauptverantwortlich, das die Empfehlung der Sächsischen Impfkommission, allen Menschen über 18 Jahren ein Auffrischungsangebot zu unterbreiten, „ohne Sinn und Verstand“ umgesetzt hat. „Offensichtlich hat man aus den Erfahrungen des letzten Jahres nichts gelernt. In Dresden sind 2020 über 1000 Menschen an COVID19 gestorben und damit mehr als in allen anderen ostdeutschen Großstädten, insbesondere solche aus den vulnerablen Bevölkerungsgruppen.“

Darüber hinaus wollen die DISSDENTEN erreichen, dass die Landeshauptstadt alle Mitarbeiter:innen wöchentlich zwei mal testet. Für den Besuch von Veranstaltungen soll grundsätzlich die Vorlage eines Schnelltests gefordert werden, soweit die Impfung länger als 6 Monate zurückliegt (2G+) und Ausnahmen von dieser Regelung sollen auch für Weihnachtsmärkte nicht zulässig sein. Die Kontrollen sollen deutlich verstärkt werden und dabei auch auf die DVB eingewirkt werden.

„Es ist bereits fünf nach zwölf. Der Oberbürgermeister sollte das endlich zur Kenntnis nehmen und sein unzureichendes Krisenmanagement vom Kopf auf die Füße stellen,“ so Schmelich abschließend.

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