Gelände am Holunderweg muss Erholungswald werden

Johannes Lichdi: Die zuständige Bürgermeisterin muss endlich handeln statt mit Ausreden den Eigentümer in die Hände zu spielen

Nachdem eine Initiative der GRÜNEN Stadtratsfraktion zum Ankauf des abgeholzten Wäldchens am Holunderweg in der Dresdner Neustadt zu scheitern droht, fordert die DISSIDENTEN-Fraktion die zuständige Bürgermeisterin Eva Jähnigen zum Handeln auf.

Mittels eines Ergänzungsantrages will die Fraktion erreichen, dass die Stadt gegenüber dem Eigentümer sowohl die Wiederaufforstung des abgeholzten Waldes durchsetzt als auch alle Möglichkeiten des Sächsischen Waldgesetzes nutzt. Dazu gehört z.B. das Instrument einer Rechtsverordnung, mit der das Gebiet zum „Schutzwald“ erklärt wird. Ferner fordert die Fraktion, dass die Landeshauptstadt eine Satzung auf den Weg bringt, um das Gebiet zum Erholungswald zu erklären.

„Der Kahlschlag in dem Wald hat Anwohner sowie viele Menschen in der Neustadt stark verärgert und eine aktive Bürgerinitiative auf den Plan gerufen,“ so Stadtrat Johannes Lichdi. „Das Abholzen dient offensichtlich dem Zweck, das Gelände als Wald so nachhaltig zu schädigen, dass es langfristig als Bauland missbraucht werden kann. Die Passivität der Verwaltung in dieser Sache ist höchst ärgerlich und lässt sich mit angeblichen Personalnotstand im Umweltamt nicht erklären,“ so Lichdi.

Der von der GRÜNEN Fraktion geforderte Kauf des Grundstückes durch die Stadt ist nach Ansicht von Lichdi „zwar gut gemeint, die Rechnung wird aber ohne den Wirt gemacht“, denn „eine Verkaufsabsicht des Eigentümers ist nicht zu erkennen.“

Damit dieses wichtige Kleinod der Naherholung nicht durch Spekulationen zerstört wird, müssen nach Ansicht der DISSIDENTEN, alle rechtlichen Möglichkeiten gegenüber dem Eigentümer ausgeschöpft werden.  Das Gelände muss als Wald gesichert und vor Spekulationen geschützt werden,“ so der Stadtrat aus der Neustadt.

Der Änderungsantrag der DISSIDENTEN wurde vom Kleingartenbeirat in der vergangenen Woche mit großer Mehrheit angenommen. Nun wollen die Dissidenten ihn auch für die Abschlussberatungen im Umweltausschuss einbringen.

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